Budget-Debatte im GGR Zug, schwer verdauliche Kost!

Zuerst werden uns erneut glänzende Zahlen präsentiert- Zug plant diesmal mit einem Überschuss von nur 23 Mio. Wenn es dann darum geht, wie das Geld im kommenden Jahr ausgegeben werden soll, zeigen sich, welchem Herrn man und frau dient:

Der Rat lehnt unseren Antrag zur Erhöhung des Budgetpostens für Inklusionsstellen deutlich ab. Bis anhin stellt Zug nur 3 Teilzeitstellen für Menschen mit Beeinträchtigung zur Verfügung. Wir sind der Meinung, die Stadt könnte und sollte mehr tun. Im kommenden Jahr werden in Zug die ‘Special Olympics’ stattfinden. Mit solchen Grossanlässen brüstet sich die Stadt- aber selber Menschen mit Beeinträchtigung anstellen und sie damit zu integrieren, das will man dann doch nicht.

Kultur:

Der GGR kürzt die Unterstützung der Vereine um 100 000.-Fr ! Ebenfalls werden 50 000.-Fr für ein städtisches Web-Portal für alle Vereine gestrichen. krass! Eine Mehrheit sieht nicht, was die vielen Freiwilligen in unseren Vereinen für Zug leisten. Auch der Budget-Posten für einmalige Beiträge an Vereine und Institutionen wird um weitere 150 000 Fr. zusammengestrichen. Wir versuchen es mit einem konkreten Antrag: Die Pfadi Zug feiert 2026 ein Jubiläum und möchte deshalb ein Lager im Ausland durchführen. Aber auch diesen Posten will man nicht ins Budget aufnehmen, er wird nicht bewilligt.

So wenig ist uns die Zuger Kultur wert- Nicht nur können bald viele normale ZugerInnen und Zuger nicht mehr hier wohnen und leben- bald wollen sie es auch nicht mehr!

Dass unser Antrag für Auslandhilfe abgelehnt wird, haben wir ja schon erwartet. 2/3 des GGR finden, Auslandhilfe sei die Sache des Bundes- egal wieviel budgetierte Überschüsse wir haben und egal, in welcher Misere die Menschen beispielsweise im Sudan leben. Zu guter Letzt wird natürlich auch unser Antrag, den Steuerfuss leicht zu erhöhen abgelehnt.

Zum Glück haben wir von den Rigi-Bahnen einen Kirsch als Weihnachtsgeschenk erhalten. Denn: Jetzt brauchen wir einen Schnaps!

Einziges erfreuliches Geschäft, welches zu später Stunde noch beraten wurde: Die Leistungsvereinbarung mit der KEB wurde vom GGR  sehr kritisch beurteilt und der Gürtel der KEB wurde enger geschnürt.

Dagmar Amrein