Grünes Telegramm vom 26. Mai 2026
Zuger Kirschdepot, Abschaffung Elternbeiträge Schullager, öffentliche Parkplätze und weitere Themen
Bei Außentemperaturen von gefühlten 30 Grad, beginnt die Sitzung in angenehmer Wärme, da der eher kühle Kantonsratssaal, besonders im Winter nichts für „Gfröhrli“ ist. Das Thema heute: Krawatten an oder ab. Für uns sowieso keine Frage.
Wir beginnen schon vor dem Start der Traktanden mit Abstimmungen zu verschiedenen Anträgen zu Traktandenverschiebungen, schlussendlich wird trotzdem mit dem „Zuger Kirschdepot“ begonnen. Während Stadtrat André Wicki, auf das mehr oder weniger bekannte mögliche Patronat hinweist, welches nur auf den Entscheid und den Ausgang der Abstimmung wartet, hat die Vorlage mit verschieden Rückweisungsanträgen zu kämpfen. Gefordert werden: Höhere Eigenfinanzierung, kürzere erste Laufzeit der Subventionsvereinbarung, öffentliche Ausschreibung und Überarbeitung der Gouvernance. Eine der Rückweisungen wird angenommen. Dafür löst die Instandstellung des „Kirschdepots“, außer dem Preis von über 3 Millionen, weniger Kontroversen aus.
So viel wie das «Kirschdepot» zu reden gab, so mühelos wird der Projektkredit von 2,92 Mio. für die Freizeitanlage Oberwil gesprochen. Das Konzept überzeugt. Die Gesamterneuerung wird von allen Parteien unterstützt. Unser Wunsch, dass die Räume für Oberwiler Vereine gratis sein sollen, wird Stadtrat Etienne Schumpf mit der Stiftung erörtern.
Die Motion «Abschaffung der Elternbeiträge für Schullager» wurde als erheblich erklärt und als erledigt von der Geschäftskontrolle abgeschrieben.
Betreffend Postulat «Transparente Übersicht über die öffentlichen Parkplätze der Stadt Zug», stellt sich der Mitte Fraktion die Frage, ob das SUS genügend Personal hat, um die Parkplatzsituation für Fahrräder und Fahrzeuge zu optimieren, wogegen ich auf genügende Parkplätze für Menschen mit Gehbehinderung die diesen Namen auch verdienen und wo es besonders betreffend E-Ladestationen aufholbedarf braucht, hinweise, kann Stadträtin Barbara Gysel im ersteren beruhigen und im zweiten weist sie auf das Projekt Sensability hin, das bereits läuft.
Weiter ging es mit fünzehn Jahre Fruchtfolge im Göbli, Hitze in Schulbauten, Gebäudetyp E und nachhaltig sicheren Schulwegen.Diese soll ein integrativer Bestandteil der Verkehrsplanung werden. Als Aktionsplan dient das «Notiqo», welches die Reihenfolge der Umsetzung aufzeigt. Alle Parteien sind sich einig, dass dies eine wichtige sicherheitspolitische Aufgabe ist. Ausser der SVP die auf nicht Erheblichkeit plädiert, da sie um ihre 50er Zonen auf den Kantonsstrassen fürchtet. Betreffend reduzieren von Elterntaxen will Stadträtin Barbara Gysel weiterhin sensibilisieren, äussert aber, dass eine Schwierigkeit davon, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei.
Wir sind froh, dass wir aus Rücksicht und zu fortgeschrittener Stunde, gleich zum Honig kommen, besonders da sich unser Gast aus dem Vorstand des Zuger Imker:innenvereins so lange gedulden musste.
Grüsse aus dem GGR
Magdalena Carlen