Grünes Telegramm vom 18. November 2025
Das Theater im Burgbachkeller wird aufgrund seiner moralischen Haltung von den Bürgerlichen abgestraft:
Weil der Stiftungsrat kein Glencore-Sponsoring wollte, strich der GGR als Strafe den Subventionsbeitrag in einer stundenlangen Debatte und einem Abstimmungsmarathon um 20 Tausend Franken. Zukünftig muss wohl jede Institution erst Glencore die Füsse küssen, bevor sie öffentliche Gelder beantragen darf… Wohlgemerkt bei städtischen Überschüssen von über 100 Millionen Jahren in den letzten Jahren.
Nachher war gerade noch knapp Zeit für den Bebauungsplan Metalli – wo die bürgerliche Mehrheit den Volkswillen missachtete und festschrieb, dass schon bestehende Wohnungen zum bei Neubauten obligatorischen Anteil von 40% preisgünstigen Wohnungen dazugezählt werden können.
Zum Abschluss gab es doch noch ein Traktandum, wo man sich einig war: Alle lobten Zug Tourismus, auch für den neuen Fokus auf Einheimische und Freizeittourismus sowie der Kulturförderung, doch niemand sah ein, warum ausgerechnet diese Organisation sooo wichtig wäre, dass sie als einzige zusätzlich zur Leistungsvereinbarung (neu 210‘000 jährlich, mehr als der Burgbachkeller) auch noch eine Defizitgarantie erhalten sollte – das Geschäft ging zurück an den Stadtrat.
Anschliessend gönnte sich der Gemeinderat einen (von der Stadt, nicht von Glencore) gesponsorten Ausflug auf die Rigi. Es wird sich weisen, ob das dem einen oder der anderen zu mehr Weitblick verhilft.
Mit besten Grüssen aus Absurdistan
Patrick Steinle